Verhaltensregel

Begrüßung in Sri Lanka

Das bei uns übliche Händeschütteln ist in Sri Lanka unüblich, gänzlich unterlassen sollte man es bei der Begrüßung, den anderen mit der unreinen linken Hand zu berühren. Typischerweise faltet man die Hände in etwa auf Kopfhöhe und verneigt sich andeutungsweise. Die klassische Anrede auf singhalesisch lautet „Ayubowan“ (sprich „ajuboan“, übersetzt soviel wie „langes Leben“). Möglich wäre auch das mittlerweile durchaus bekannte „hello“.

Kleidung

Man erwartet in der Regel angemessene Kleidung, in Sri Lanka kleiden sich die Menschen möglichst sauber und gut (natürlich abhängig von den vorhandenen Mitteln). Zu freizügige Kleidung ist grundsätzlich nicht gern gesehen, in Tempelanlagen Tabu. Für Touristen ist ein Kompromiss am besten. Wer durch das Land reist, der wird Wert auf bequeme Kleidung legen. Das ist auch in Ordnung, wenn die Kleidung angemessen und ordentlich ist. D. h.: abseits des Strandes muss es nicht schulterfrei sein und nicht die Short. Ein T-Shirt ist o. k. und Hose/Rock sollten am besten über die Knie reichen.

Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit

Grundsätzlich kann man einen gewissen Wertwandel in Sri Lanka feststellen. Die Emanzipation ist angekommen, wenn auch nur in Grundzügen. Grundsätzlich erwartet man von einer Frau immer noch ein angemessenes züchtiges Verhalten. Frau und Mann dürfen in der Öffentlichkeit keine Zärtlichkeiten austauschen, Händchenhalten ist grundsätzlich erlaubt.

Religion, Buddha/Shiva oder Vishnu Bildnisse

Ganz allgemein gesagt wird Verhalten, welches als religiösen Missachtung betrachtet wird, geahndet. Grundsätzlich gilt daher, dass alles, was mit Religion zu tun hat, mit äußerster Zurückhaltung und Respekt behandelt wird. Tempel sollten ohne Schuhe und mit züchtiger Bekleidung (Keine Kopfbedeckungen, Schultern bedeckt, Hosen oder Rock über die Knie) betreten werden. Bildnisse (Buddha, Shiva, Vishnu) sind heilig. Buddha Statuen dürfen nicht bestiegen oder beschmutzt werden, Bildnisse nicht unnötig z. B. auf den Boden gelegt oder irgendwie zerstört werden usw . Es wurde schon berichtet, dass bei Einreise Kleidungsstücke oder sichtbare Tätowierungen mit Buddha-Abbildungen Probleme bereitet haben.

Eingeladen werden in Sri Lanka

Allgemein üblich ist es, vor Betreten einer Wohnung die Schuhe auszuziehen. Wie in vielen asiatischen Staaten, gilt der Fuß als unrein. Wer am Boden sitzt, soll nie mit den Fußsohlen auf andere zeigen. Das ist eine Beleidigung.

Ebenso gilt in Sri Lanka die linke Hand grundsätzlich als unrein. D. h. man nutzt die linke Hand nicht unnötig zu Tisch, berührt damit keine Speisen oder reicht einem anderem damit etwas.

Geschenke darf man übergeben, diese werden aber nie im Beisein anderer geöffnet. Das Geschenk wird mit einem kurzen Danke angenommen und irgendwann später geöffnet.

Kommunizieren

Auf Sri Lanka gilt als wichtiges Lebensmotto: immer lächeln. Egal was du tust, lächle immer. Auch wenn es zu Konfliktsituationen kommt, lächelt man am besten und greift andere nicht an.

Das ist in Sri Lanka extrem wichtig, weil der Gesichtsverlust etwas schlimmes ist. Somit ist direkte Kritik immer tabu, im Prinzip wird ein Einheimischer auch selten ein klares Nein äußern. Im Prinzip wird etwas um die Sache herumgeredet und damit gibt es selten eine klare Absprache. Dies wiederum führt dazu, dass man die Leute als etwas unzuverlässig betrachtet.

Gesprochen wird häufig englisch, manchmal sogar deutsch. Man wird relativ schnell von den Menschen angesprochen. Das Problem dabei ist: die Menschen sprechen nicht immer nur des Dialogs wegen, sondern in der Regel um Touristen in einen Handel zu verwickeln. In diesem Fall ist für Touristen die Nutzung einer Nein-Form durchaus erlaubt und sinnvoll. Dazu nutzt man das Wort Epa, was soviel bedeutet wie ich will das nicht.

FKK, Oben Ohne Baden

In Sri Lanka ist FKK verboten. Die Einheimischen fühlen sich in ihren Gefühlen verletzt, wenn man sich daran nicht hält. Auch wenn scheinbar die Einheimischen Männer sich an Oben-Ohne Badenden Frauen zu erfreuen scheinen, sollte man eines nicht vergessen: es ist selten als Kompliment gedacht. Die Meinung über oben ohne Badende Frauen ist alles andere als positiv.

Preise

Unterschiedliche Preise für Locals und Touristen sind durchaus üblich. Als Tourist zahlt man in gewissen Locations mehr als ein Einheimischer. Das ist einfach so und ist in der Regel nicht zu verhandeln.

Trinkgelder sind in Sri Lanka üblich und werden gerne angenommen. Die 10-Prozent Regel kann man hier als Maßstab nehmen. Viele Reisende erachten einen Betrag von 100 bis 200 rps. z. B. für Servicepersonal als angemessen.